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Was genau ist DSL und wie funktioniert es?

Die Datenuebertragungsrate eines normalen Modems an einer analogen Telefon-Leitung liegt bei maximal 56 Kilobit pro Sekunde (kbit/s). Etwas schneller ist ein ISDN-Zugang mit 64 kbit/s. Die Geschwindigkeit verdoppelt sich, wenn man eine Kanalbuendelung benutzt. Leider verdoppeln sich hier aber auch die Kosten.Zum Download grösserer Dateimengen kann die Kanalbündelung jedoch durchaus sinnvoll sein.

Ein Geschwindigkeitslimit von 56 kbit/s für analoge Anschlüsse ist jedoch nicht die Grenze der Analogtechnik. Die analogen Signale werden in der Vermittlungsstelle in 64-kbit-ISDN umgesetzt und diese Umsetzer geben die jeweilige Datenrate vor.Somit gilt ,je besser der Umsetzer, desto mehr Bits lassen sich über das Kupferkabel transportieren. Ergebnis ist eine höhere Geschwindigkeit und eine schnellere Datenübertragung.

Das magische Stichwort lautet DSL !

DSL (Digital Subscriber Line) benoetigt zwei Modems! Eines in der Vermittlungsstelle des Anbieters und eins beim Endkunden.
Die DSL-Technik nutzt den Umstand, dass d. analoge Telefon-Verkehr im Kupferkabel nur Frequenzen bis 4khz belegt.Theoretisch sind jedoch Frequenzen bis 1,1 Mhz möglich.
Durch Aufsplitten der Bandbreite und Nutzung d. höheren Frequenzbereiche ist es möglich, Übertragungsraten von bis zu 52 Mbit/s zu erreichen.Abhängig von der DSL-Variante!
 

In der Praxis werden meist reduzierte Transferraten benutzt, um gegenseitige Stoerungen in den Kabelstraengen zu vermeiden. Sollten mehrere Rechner über ein DSL-Modem mit dem Internet verbunden werden, wird ein sogenannter Router dazwischen geschaltet. Er sorgt dafuer, dass die angeforderten und abgeschickten Datenpakete den richtigen Weg nehmen; die Daten werden entsprechend "geroutet".

Ende der 80er, Anfang der 90er wurdern erste DSL-Varianten in den USA entwickelt. XDSL hiess das Stichwort,wobei das "x" einen Platzhalter für einen Buchstaben darstellt ,der die jeweilige Entwicklungsstufe wiederspiegelt.

Die bekanntesten Varianten von DSL !

ADSL (Asymetric DSL)
Die wohl bekannteste Variante wurde als Übertragungstechnik für Video on Demand entwickelt.
VDSL (Very High Bit Rate DSL)
Soll als Weiterentwicklung der ADSL Technologie auf kurzen Distanzen mit sehr hohen Übertragungsraten arbeiten.
HDSL (High Data Rate DSL)
Gedacht als reiner Datendienst, eine Integration mit analoger Telefonie war ursprünglich nicht vorgesehen.
SDSL (Single Line DSL)
Hierbei handelt es sich um ein HDSL Variante, die auf einer Doppelader arbeitet und analoge Telefonie ermöglicht.

Die weitere Entwicklungsstufe von SDSL lautet G.SHDSL (Global Standard for Single Pair Highspeed DSL).Der grosse Vorteil von G.SHDSL ist eine bis 30% erhöhte Reichweite d. Verbindung zwischen der Vermittlungsstelle und dem Endkunden.Die Varianten ADSL u. SDSL sind häufigsten anzutreffen. Das "A" steht für asymetrisch, das "S" fuer symetrisch.

Beim ADSL (asymetrisch) ist die Datenstrom-Geschwindigkeit zum Nutzer deutlich höher als andersherum.Downloads erfolgen somit schneller als Uploads.Beim SDSL hingegen sind Downstream- und Upstream Geschwindigleit gleich hoch.

   
         

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